Die anfallenden Arbeiten im Weinberg
Die erste Arbeit des Winzers im Jahresablauf ist der Rebschnitt. Dieser kann bereits ab dem Blattfall nach dem Herbst des Vorjahres begonnen werden. In der Regel wird ab Januar mit dieser Arbeit begonnen. Risiko eines zu frühen Rebschnittes stellen Winterfröste mit Temperaturen von mehr als -18°C dar. Ab dieser Temperatur können die Winteraugen (=Knospen) erfrieren und - bei bereits erfolgtem Rebschnitt - kann nicht mehr durch Belassen einer vermehrten Augenzahl reguliert werden.
Beim “schneiden” (bei uns eher [schnegge] genannt) werden die Bogen mit dem Einjährigen Holz entfernt, so dass nur noch zwei, bei starkwüchsigen Rebsorten z.B. Dornfelder, eine Zielrebe stehen bleibt.
Ab März, wenn der schlimmste Frost vorüber ist, werden die am Stock verbliebenen Reben gebogen und gebunden [jüede] . Damit wird der Rebstock stabilisiert. Und eine gleichmäßige Versorgung aller Rebtriebe durch Nährstoffe gesichert.

